Psychotherapie bei Schlafstörungen
in München

Schlecht schlafen kennt fast jeder. Ab wann daraus jedoch eine behandlungsbedürftige Schlafstörung wird, ist vielen nicht klar. Wer über Wochen schlecht einschläft, nachts häufig aufwacht oder morgens erschöpft aufsteht, stellt sich früher oder später die Frage, ob mehr dahintersteckt als eine vorübergehende Phase.
In unserer Praxis für Psychotherapie in Ottobrunn bei München unterstützen wir Sie dabei, die Ursache Ihrer Schlafprobleme zu verstehen und einen Weg zurück zu erholsamem Schlaf zu finden. Besonders wenn psychische Belastungen wie Stress, Anspannung oder Grübeln eine Rolle spielen, kann eine gezielte Behandlung viel bewirken.

Was ist eine Schlafstörung?

Von einer Schlafstörung spricht man, wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über einen längeren Zeitraum bestehen und die Betroffenen dadurch spürbar beeinträchtigt sind. Als Richtwert gilt: Treten die Beschwerden mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von einem Monat auf, handelt es sich nicht mehr um ein vorübergehendes Schlafproblem, sondern um eine eigenständige Störung.

Gelegentliche schlechte Nächte, etwa vor einem wichtigen Termin oder nach einem aufregenden Erlebnis, sind normal und kein Anlass zur Sorge. Entscheidend ist die Dauer und wie stark der Schlafmangel den Alltag beeinflusst. Wer sich tagsüber dauerhaft erschöpft, unkonzentriert oder gereizt fühlt, sollte die Beschwerden ernst nehmen.

Symptome und Anzeichen einer Schlafstörung

Eine Schlafstörung zeigt sich nicht nur nachts. Auch am Tag können sich deutliche Beeinträchtigungen bemerkbar machen.

Nächtliche Symptome

Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen über einen längeren Zeitraum bei sich beobachten, lohnt sich ein genauerer Blick auf mögliche Ursachen. In vielen Fällen spielen psychische Faktoren eine zentrale Rolle.

Ursachen einer Schlafstörung

Schlafstörungen können viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal liegen körperliche Erkrankungen zugrunde, etwa Schmerzen, Atemwegserkrankungen oder hormonelle Veränderungen. Auch bestimmte Medikamente können den Schlaf beeinträchtigen. Nicht zuletzt spielt der Lebensstil eine Rolle: unregelmäßige Schlafzeiten, später Koffein- oder Alkoholkonsum sowie zu wenig Bewegung können erholsamen Schlaf erschweren.

Ist eine körperliche Ursache ausgeschlossen oder tritt die Schlafstörung zusätzlich zu einer bestehenden psychischen Belastung auf, rückt ein anderer Bereich in den Fokus, der in unserer Praxis besonders häufig zur Sprache kommt.

Psychische Ursachen: Stress, Angst und innere Unruhe

Anhaltender beruflicher oder privater Stress zählt zu den häufigsten psychischen Auslösern von Schlafproblemen. Wenn der Kopf abends nicht zur Ruhe kommt, wirkt sich das direkt auf die Fähigkeit aus, ein- und durchzuschlafen. Auch im Rahmen eines Burnouts gehören Schlafstörungen zu den am häufigsten berichteten Beschwerden.

Ebenso können Angststörungen den Schlaf erheblich stören. Innere Anspannung, Grübeln oder die Sorge, nicht einschlafen zu können, führen bei vielen Betroffenen zu einem Teufelskreis: Die Angst vor der schlaflosen Nacht verstärkt genau die Anspannung, die das Einschlafen zusätzlich erschwert.

Wenn Stress, Angst oder innere Unruhe Ihren Schlaf dauerhaft beeinträchtigen, lohnt es sich, nicht nur das Symptom, sondern die zugrunde liegende Belastung zu behandeln.

Diagnostik bei psychogenen Schlafstörungen

Die Diagnostik erfolgt zunächst über ein ausführliches Gespräch, in dem Schlafverhalten, Alltagsbelastungen und mögliche psychische Ursachen erfasst werden. Häufig ist es hilfreich, über einen gewissen Zeitraum ein Schlaftagebuch zu führen, in dem Sie Einschlafzeit, nächtliches Aufwachen und die empfundene Schlafqualität festhalten. So lassen sich Muster erkennen, die im Gespräch allein oft nicht auffallen.

Schlafstörung als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen

Schlafstörungen treten selten für sich allein auf. Häufig sind sie Teil eines größeren Beschwerdebildes und weisen auf eine andere psychische Erkrankung hin, die mitbehandelt werden sollte.

Schlafstörung und Depression

Ein gestörter Schlaf gehört zu den häufigsten Begleitsymptomen einer Depression. Typisch sind frühes Erwachen und die Unfähigkeit, wieder einzuschlafen. Umgekehrt kann anhaltender Schlafmangel eine depressive Stimmung zusätzlich verstärken, sodass sich beide Beschwerden gegenseitig aufschaukeln können.

Schlafstörung und Angst oder Trauma

Auch bei Angststörungen und Traumafolgestörungen gehört ein gestörter Schlaf zu den zentralen Beschwerden. Innere Anspannung, Albträume oder die Angst vor der Nacht selbst können dazu führen, dass Betroffene das Zubettgehen zunehmend meiden oder fürchten.

Schlafstörung und Borderline-Persönlichkeitsstörung

Bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung treten Schlafstörungen ebenfalls häufig auf, oft im Zusammenhang mit starken emotionalen Schwankungen oder innerer Anspannung am Abend.

In der Diagnostik prüfen wir daher immer, ob eine Schlafstörung eigenständig besteht oder Ausdruck einer anderen, zugrunde liegenden Erkrankung ist.

Chronische Schlafstörung

Von einer chronischen Schlafstörung spricht man, wenn die Beschwerden über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten bestehen. Damit unterscheidet sie sich deutlich von vorübergehenden Schlafproblemen, die meist nach wenigen Tagen oder Wochen von selbst abklingen.

Eine chronische Schlafstörung bedeutet nicht, dass keine Besserung mehr möglich ist. Mit einer gezielten Behandlung, die insbesondere bei psychisch bedingten Schlafstörungen ansetzt, lässt sich auch bei langem Verlauf eine deutliche Verbesserung erreichen. Je länger eine Schlafstörung jedoch unbehandelt bleibt, desto mehr können sich ungünstige Gewohnheiten und Gedankenmuster rund um das Thema Schlaf verfestigen. Eine frühzeitige fachärztliche oder psychotherapeutische Abklärung ist daher empfehlenswert.

Behandlung & Therapie bei Schlafstörung – wie wir bei FMP unterstützen

Soforttipps oder Behandlung: Was hilft wirklich?

Viele Ratschläge zu besserem Schlaf beziehen sich auf kurzfristige Maßnahmen: feste Schlafenszeiten, Verzicht auf Bildschirme am Abend oder ein kühles, dunkles Schlafzimmer. Diese Hinweise zur Schlafhygiene können unterstützend wirken und sind bei leichten, vorübergehenden Schlafproblemen oft schon hilfreich.

Liegt der Schlafstörung jedoch eine psychische Belastung zugrunde, etwa anhaltender Stress, Angst oder eine depressive Symptomatik, reichen solche Maßnahmen allein in der Regel nicht aus. Hier setzt eine psychotherapeutische Behandlung an, die nicht nur das Symptom, sondern die zugrunde liegende Ursache in den Blick nimmt.
Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als eines der wirksamsten Verfahren bei psychisch bedingten Schlafstörungen. Sie setzt an ungünstigen Gedanken und Verhaltensweisen rund um den Schlaf an, etwa der Angst vor dem Nichteinschlafenkönnen oder dem gedanklichen Kreisen im Bett. Gemeinsam erarbeiten wir mit Ihnen neue Routinen und Denkmuster, die den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus wieder stärken.
Ergänzend zur Verhaltenstherapie hat sich die progressive Muskelentspannung bei Schlafstörungen bewährt. Durch das gezielte An- und Entspannen einzelner Muskelgruppen lässt sich innere Anspannung gezielt abbauen, was vielen Betroffenen hilft, abends leichter zur Ruhe zu kommen.
Schlafmittel können kurzfristig Erleichterung verschaffen, insbesondere in akuten Belastungssituationen. Sie setzen jedoch am Symptom an und lösen die zugrunde liegende psychische Ursache nicht. Bei längerer Einnahme besteht zudem das Risiko einer Gewöhnung.
Eine psychotherapeutische Behandlung verfolgt einen anderen Ansatz: Sie setzt an den Denkmustern, Verhaltensweisen und Belastungen an, die den Schlaf stören, und zielt auf eine nachhaltige Verbesserung ab. In manchen Fällen kann eine vorübergehende medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein, etwa um akute Anspannung zu lindern. Ob und welche medikamentöse Begleitung im Einzelfall infrage kommt, klären wir individuell.

Begleitende psychiatrische Unterstützung bei Schlafstörungen

Insbesondere wenn eine Schlafstörung im Zusammenhang mit einer Depression auftritt, kann eine begleitende medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. In solchen Fällen arbeiten wir eng mit dem erfahrenen Psychiater Dr. med. Christian Schmotz zusammen. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und steht uns beratend sowie in der gemeinsamen Behandlungsplanung zur Seite.
Dr. med. Christian Schmotz Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalyse | FMP München

Dr. Schmotz übernimmt bei Bedarf:

  • › die medizinische Abklärung ausgeprägter Schlafstörungen im Rahmen einer Depression oder anderer psychischer Erkrankungen
  • › die Einleitung und Überwachung einer medikamentösen Behandlung, etwa mit Antidepressiva
  • › die fachärztliche Einschätzung bei chronischen oder besonders belastenden Verläufen
  • › die kontinuierliche psychiatrische Mitbetreuung während der Psychotherapie
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Psychotherapeutinnen, Psychotherapeuten und Psychiater bieten wir Ihnen ein ganzheitliches Versorgungskonzept, das auf die Schwere Ihrer Beschwerden und Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Wann zum Arzt?

Bei anhaltenden Schlafstörungen stellt sich für viele Betroffene die Frage, an wen sie sich überhaupt wenden sollen. Die Antwort hängt davon ab, welche Ursache vermutet wird.

Besteht der Verdacht auf eine körperliche Ursache, etwa Atemaussetzer im Schlaf, starkes Schnarchen oder ein unruhiges Bewegungsmuster in der Nacht, ist der Hausarzt oder ein Schlaflabor die richtige erste Anlaufstelle. Dort werden mögliche organische Auslöser mit entsprechender Diagnostik abgeklärt.

Stehen dagegen Stress, Angst, Grübeln oder eine depressive Symptomatik im Vordergrund, ist eine Psychotherapeutin, ein Psychotherapeut oder bei Bedarf ein Psychiater die passende Adresse. Genau hier setzt unsere Arbeit im FMP an: Wir sind spezialisiert auf psychisch bedingte Schlafstörungen und begleiten Sie von der Diagnostik bis zur Behandlung.

Schlafstörung behandeln in München (Ottobrunn): Standort & Terminvereinbarung

Sie finden uns in Ottobrunn, direkt an der südlichen Stadtgrenze Münchens. Termine sind sowohl vor Ort in der Praxis als auch als Videosprechstunde möglich, sodass Sie die Form wählen können, die am besten in Ihren Alltag passt.

Die Terminbuchung läuft am unkompliziertesten über unser Online-System bei Doctolib. Natürlich erreichen Sie uns auch telefonisch oder per E-Mail.

Warum in unsere Praxis in München-Ottobrunn kommen?

Schlaflose Nächte zehren mit der Zeit an der Substanz, körperlich wie seelisch. Umso wichtiger ist eine Anlaufstelle, die sich Zeit nimmt, um den Ursachen wirklich auf den Grund zu gehen, statt nur an der Oberfläche anzusetzen.

Das zeichnet die Arbeit in unserer Praxis in Ottobrunn bei München aus:

Erfahrenes
Team

Individuelle
Betreuung

kurze
Wartezeiten

Flexibles
Setting

Bei Bedarf Zusammenarbeit mit Psychiater

Schlafstörungen sind gut behandelbar, besonders wenn frühzeitig angesetzt wird. Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches Erstgespräch in unserer Praxis in Ottobrunn bei München.

Häufige Fragen zu Schlafstörungen

Wann spricht man von einer Schlafstörung?

Halten Ein- oder Durchschlafprobleme mindestens dreimal pro Woche über einen Monat an und beeinträchtigen sie den Alltag spürbar, spricht man von einer Schlafstörung. Einzelne schlechte Nächte gehören dagegen zum normalen Leben und sind kein Grund zur Sorge.
Eine Schlafstörung kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. Steht eine psychische Belastung wie Stress, Angst oder eine depressive Symptomatik im Vordergrund, spricht man von einer psychisch bedingten Schlafstörung. Diese wird psychotherapeutisch behandelt.
Anhaltender Schlafmangel kann auf Dauer die körperliche und psychische Gesundheit belasten, etwa durch ein erhöhtes Unfallrisiko bei Sekundenschlaf, eine geschwächte Konzentration oder eine zunehmende psychische Erschöpfung. Spätestens wenn der Alltag deutlich eingeschränkt ist, sollte die Schlafstörung fachlich abgeklärt werden.
Wie lange eine Schlafstörung anhält, hängt stark von der Ursache und dem individuellen Verlauf ab. Auch eine chronische Schlafstörung, die länger als drei Monate besteht, ist behandelbar. Mit einer gezielten Therapie lässt sich in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung erreichen.
Bei Verdacht auf körperliche Ursachen ist der Hausarzt oder ein Schlaflabor die richtige Anlaufstelle. Bei psychisch bedingten Schlafstörungen sind Psychotherapeutinnen, Psychotherapeuten oder Psychiater die passenden Ansprechpartner.
Bestimmte Antidepressiva können bei Schlafstörungen im Rahmen einer Depression unterstützend eingesetzt werden. Ob dies im Einzelfall sinnvoll ist, klärt ein Facharzt für Psychiatrie in enger Abstimmung mit der psychotherapeutischen Behandlung.
Im Zentrum steht die Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, ergänzt durch Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung. Bei Bedarf kann eine begleitende psychiatrische Unterstützung sinnvoll sein.