Persönlichkeitsstörung – Psychotherapie
in München

Persönlichkeitsstörungen können das Leben erheblich beeinträchtigen. Betroffene erleben oft wiederkehrende Schwierigkeiten in Beziehungen, starke innere Anspannung oder das Gefühl, nicht aus belastenden Mustern herauszufinden.

In unserer Praxis für Psychotherapie in München (Ottobrunn) begleiten wir Sie professionell und einfühlsam auf dem Weg zu mehr Stabilität und Lebensqualität. Ob vor Ort oder online: Wir sind für Sie da!

Was ist eine Persönlichkeitsstörung?

Eine Persönlichkeitsstörung liegt vor, wenn bestimmte Persönlichkeitszüge so stark ausgeprägt sind, dass sie dauerhaft zu Leidensdruck oder erheblichen Schwierigkeiten im Alltag führen.

Jeder Mensch hat individuelle Eigenschaften, Verhaltensweisen und Denkmuster. Diese machen die Persönlichkeit aus und prägen, wie wir mit anderen umgehen, Konflikte lösen oder auf Belastungen reagieren.

Von einer Persönlichkeitsstörung sprechen wir in der Psychologie dann, wenn diese Muster unflexibel, tief verwurzelt und über viele Jahre hinweg stabil sind. Sie zeigen sich in verschiedenen Lebensbereichen und führen häufig zu Problemen in Beziehungen, im Beruf oder im Umgang mit sich selbst.

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung wird ausschließlich durch Psychotherapeut:innen oder Psychiater:innen gestellt.

Persönlichkeit vs. Persönlichkeitsstörung

Persönlichkeit

Anpassungsfähig an
verschiedene Situationen

Flexibilität

Persönlichkeitsstörung

Starr, unflexibel,
wenig anpassungsfähig

Persönlichkeit

Gering oder
situativ begrenzt

Leidensdruck

Persönlichkeitsstörung

Anhaltend und
erheblich

Persönlichkeit

Meist stabil
und tragfähig

Beziehungen

Persönlichkeitsstörung

Häufig konfliktreich
oder instabil

Persönlichkeit

Veränderbar,
entwicklungsfähig

Dauer

Persönlichkeitsstörung

Langanhaltend, seit
frühem Erwachsenenalter

Persönlichkeit

Alltag meist
gut bewältigbar

Funktionsfähigkeit

Persönlichkeitsstörung

Deutliche Einschränkungen
im Alltag

Häufige Anzeichen & Symptome einer Persönlichkeitsstörung

Die Symptome einer Persönlichkeitsstörung können sehr unterschiedlich sein. Sie hängen stark von der jeweiligen Form ab. Dennoch gibt es einige Merkmale, die häufig auftreten und auf eine Persönlichkeitsstörung hinweisen können:

Schwierigkeiten in Beziehungen oder wiederkehrende Konfliktdynamiken

Starke innere Anspannung oder emotionale Schwankungen

Rigide Muster wie ausgeprägter Perfektionismus, starkes Misstrauen oder sozialer Rückzug

Instabiles Selbstbild oder ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit

Wiederkehrender Leidensdruck über längere Zeit, der sich nicht durch äußere Umstände allein erklären lässt

Diese Anzeichen treten nicht nur vorübergehend auf, sondern ziehen sich durch viele Lebensbereiche und bleiben über Jahre hinweg bestehen. Betroffene erleben häufig, dass sie immer wieder in ähnliche Situationen geraten oder dass Beziehungen nach vergleichbaren Mustern verlaufen. Das kann zu Frustration, Erschöpfung und dem Gefühl führen, im Leben nicht weiter zu kommen.

Was Sie bei uns im FMP erwartet

Die Entscheidung, sich professionelle Unterstützung zu holen, ist ein wichtiger Schritt. Gerade bei Persönlichkeitsstörungen ist es entscheidend, ein kompetentes und verständnisvolles therapeutisches Gegenüber zu finden. Unsere Praxis für Psychotherapie in Ottobrunn bei München steht für eine vertrauensvolle, professionelle Begleitung auf dem Weg zu mehr Stabilität und Lebensqualität.

1

Erfahrenes Team

Wir arbeiten mit fundierten psychotherapeutischen Konzepten und begleiten Sie mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen. Unser Team besteht aus approbierten Psychotherapeut:innen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

2

Individuelle Betreuung

Jeder Mensch ist anders. Deshalb gestalten wir unsere Therapie passgenau und persönlich.

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Geschichte und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt.

3

Kurze Wartezeiten

In akuten Belastungssituationen zählt jeder Tag. Wir bemühen uns, zeitnah Termine zu ermöglichen. Auch Online-Therapie bieten wir an, wenn Sie flexibel bleiben möchten oder eine Anreise schwierig ist.

4

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Bei Bedarf arbeiten wir eng mit Fachärzten für Psychiatrie zusammen, um Ihnen eine umfassende Betreuung zu bieten. So können wir Sie ganzheitlich begleiten.

Ob zur Diagnostik, Behandlung oder Beratung: Wir sind für Sie da. Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches Erstgespräch in unserer Praxis. Eine Persönlichkeitsstörung ist kein unveränderliches Schicksal, sondern eine behandelbare psychische Belastung. Je früher Sie handeln, desto besser stehen die Chancen auf eine nachhaltige Verbesserung Ihrer Lebensqualität.

 

In unserer Praxis in München-Ottobrunn nehmen wir uns Zeit für Ihre Geschichte und begleiten Sie mit Klarheit, Empathie und wirksamen therapeutischen Ansätzen. Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Erstgespräch.

Arten von Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen werden in der Diagnostik häufig in drei Gruppen eingeteilt, die sogenannten Cluster A, B und C. Diese Einteilung hilft dabei, ähnliche Störungsbilder zu gruppieren und die Behandlung besser zu planen.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die häufigsten Formen von Persönlichkeitsstörungen.

Borderline-Persönlichkeitsstörung (emotional instabile Persönlichkeitsstörung)

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung gehört zu den bekanntesten Formen und ist durch starke emotionale Schwankungen, ein instabiles Selbstbild und intensive, oft konfliktreiche Beziehungen gekennzeichnet.

Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung zeigen ein übersteigertes Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung. Sie haben oft ein grandioses Selbstbild, das jedoch fragil ist und durch Kritik leicht erschüttert werden kann.


Empathie fällt vielen Betroffenen hingegen schwer. Gleichzeitig leiden sie häufig unter einem geringen Selbstwert, der hinter der nach außen gezeigten Selbstsicherheit verborgen bleibt. Beziehungen sind oft von Machtkämpfen oder dem Gefühl geprägt, nicht wirklich gesehen zu werden.

Die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung ist durch ein tiefes Gefühl der Unzulänglichkeit und eine ausgeprägte Angst vor Ablehnung gekennzeichnet. Betroffene ziehen sich häufig zurück, meiden soziale Situationen und fühlen sich in Gegenwart anderer unsicher oder minderwertig.

Obwohl sie sich nach Nähe und Zugehörigkeit sehnen, verhindern Scham und die Angst vor Kritik oft den Aufbau stabiler Beziehungen. Die selbstunsichere Persönlichkeitsstörung führt häufig zu einem eingeschränkten sozialen Leben und einem hohen Leidensdruck.

Menschen mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung streben nach Perfektion, Ordnung und Kontrolle. Sie legen großen Wert auf Regeln, Details und Pläne, oft so stark, dass die eigentliche Aufgabe in den Hintergrund rückt. Flexibilität fällt schwer, spontane Entscheidungen werden vermieden.

Betroffene sind häufig sehr gewissenhaft und leistungsorientiert, erleben jedoch gleichzeitig innere Anspannung, Unzufriedenheit und Schwierigkeiten, Aufgaben abzuschließen oder loszulassen.

Die paranoide Persönlichkeitsstörung ist durch ein tiefes Misstrauen gegenüber anderen Menschen geprägt. Betroffene gehen häufig davon aus, dass andere ihnen schaden, sie ausnutzen oder hintergehen wollen. Selbst neutrale oder wohlwollende Handlungen werden oft als feindselig oder bedrohlich interpretiert.

 

Dieses Misstrauen führt zu einer ständigen inneren Wachsamkeit und macht es schwer, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen. Kritik wird schnell persönlich genommen, Konflikte eskalieren häufig.
Viele Betroffene ziehen sich zurück oder reagieren mit Vorwürfen und Abwehr.

Menschen mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung zeigen ein anhaltendes Muster von Missachtung gegenüber sozialen Normen und den Rechten anderer. Impulsivität, Aggressivität und ein Mangel an Schuldbewusstsein oder Reue sind typisch.

 

Betroffene handeln häufig rücksichtslos, ohne die Konsequenzen für sich oder andere zu bedenken. Beziehungen sind oft oberflächlich oder von Manipulation geprägt. Die antisoziale Persönlichkeitsstörung kann mit erheblichen Problemen im beruflichen und sozialen Umfeld einhergehen.

Die schizoide Persönlichkeitsstörung ist durch emotionale Distanz und ein geringes Interesse an sozialen Beziehungen gekennzeichnet. Betroffene wirken oft kühl, zurückgezogen und gleichgültig. Sie bevorzugen Aktivitäten, die sie allein ausüben können, und zeigen wenig Freude oder emotionale Reaktionen.
 
Enge Beziehungen werden selten gesucht oder als belastend empfunden. Die schizotype Persönlichkeitsstörung geht darüber hinaus mit ungewöhnlichen Denkmustern, Wahrnehmungsverzerrungen oder exzentrischen Verhaltensweisen einher. Betroffene erleben häufig soziale Ängste und fühlen sich in Gruppen unwohl.

Menschen mit einer dependenten Persönlichkeitsstörung haben ein ausgeprägtes Bedürfnis, versorgt zu werden. Sie fühlen sich unsicher, hilflos und haben große Schwierigkeiten, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Angst, allein gelassen zu werden, ist zentral.

Betroffene ordnen sich häufig unter, vermeiden Konflikte und suchen ständig Bestätigung und Unterstützung von anderen. Selbstständigkeit fällt schwer, auch alltägliche Aufgaben werden oft nur mit Hilfe bewältigt. Die abhängige Persönlichkeitsstörung kann zu einseitigen oder belastenden Beziehungen führen.

Die histrionische Persönlichkeitsstörung ist durch einen Hang zu Dramatisierung und oberflächliche, labile Emotionen gekennzeichnet. Betroffene spüren ein ständiges Verlangen nach Anerkennung und Aufmerksamkeit und drücken ihre Gefühle oft sehr stark und mit wenig Rücksicht auf das Gegenüber aus.

Betroffene erleben durch ihr instabiles Identitätsgefühl häufig Probleme in beruflichen oder sozialen Beziehungen, da sie nicht als stabiles, verlässliches Gegenüber, sondern wechselnd als attraktiv-unterhaltsam oder als anstrengend wahrgenommen werden.

Diagnose & Klassifikation (ICD-10 / ICD-11) von Persönlichkeitsstörungen

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfolgt durch eine ausführliche Anamnese.
Dabei werden folgende Bereiche erfasst:

1

die
Lebensgeschichte

2

aktuelle
Beschwerden

3

Beziehungsmuster

4

das Verhalten in verschiedenen Situationen

Wichtig ist, dass die Symptome über einen langen Zeitraum bestehen, meist seit dem frühen Erwachsenenalter, und sich nicht durch andere psychische Erkrankungen oder äußere Umstände allein erklären lassen.


Zur Einordnung werden international anerkannte Klassifikationssysteme genutzt. In Deutschland ist das die ICD-10, die von der Weltgesundheitsorganisation herausgegeben wird. Seit 2022 gibt es die aktualisierte Version ICD-11, die schrittweise eingeführt wird. Beide Systeme ordnen Persönlichkeitsstörungen bestimmten Kategorien zu und beschreiben typische Merkmale. Die ICD-11 legt dabei stärker den Fokus auf den Schweregrad der Beeinträchtigung und weniger auf starre Kategorien.


Eine Diagnose ist jedoch immer nur ein Teil des Gesamtbildes. Sie dient dazu, die Behandlung zu planen und Betroffenen zu helfen, ihre Schwierigkeiten besser zu verstehen. Sie ist kein Urteil und keine unveränderbare Festlegung. In unserer Praxis in Ottobrunn bei München nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige Diagnostik und besprechen mit Ihnen offen, welche Schritte sinnvoll sind.

Behandlung & Therapie – wie Psychotherapie helfen kann

Persönlichkeitsstörungen sind behandelbar. Eine Psychotherapie kann Betroffenen helfen, belastende Muster zu erkennen, neue Verhaltensweisen zu entwickeln und den Umgang mit sich selbst und anderen zu verbessern. Ziel ist es nicht, die Persönlichkeit grundlegend zu verändern, sondern mehr Flexibilität, Stabilität und Lebensqualität zu erreichen.

Therapieziele realistisch formulieren

Die Ziele einer Therapie bei Persönlichkeitsstörung sind individuell und werden gemeinsam mit Ihnen erarbeitet. Häufige Therapieziele sind ein besserer Umgang mit starken Emotionen, das Verstehen wiederkehrender Beziehungsmuster, der Aufbau von Selbstwert oder die Entwicklung von Strategien zur Konfliktbewältigung. Auch die Stabilisierung im Alltag, etwa bei impulsivem Verhalten oder selbstschädigendem Handeln, kann ein wichtiges Ziel sein.

Therapie ist ein Prozess, der Zeit braucht. Veränderungen geschehen nicht von heute auf morgen, sondern schrittweise. Wichtig ist, dass die Ziele realistisch und erreichbar sind. Wir begleiten Sie mit Geduld, Klarheit und einem klaren therapeutischen Konzept.

Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische fundierte Therapie & systemische Therapie bei Persönlichkeitsstörungen

In unserer Praxis bieten wir verschiedene Therapieverfahren an, die sich in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen bewährt haben.

Die Verhaltenstherapie  arbeitet mit konkreten Strategien, um problematische Denk- und Verhaltensmuster in der Gegenwart zu verändern. Sie ist besonders wirksam bei der Bewältigung von Emotionen, dem Aufbau sozialer Kompetenzen und der Reduktion impulsiven Verhaltens.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass unbewusste Konflikte und frühe Beziehungserfahrungen die heutigen Schwierigkeiten mitprägen. In der Therapie werden diese Muster der Vergangenheit sichtbar gemacht und bearbeitet, um ein tieferes Verständnis für sich selbst zu entwickeln.

Die systemische Therapie betrachtet die Persönlichkeitsstörung im Zusammenhang mit dem sozialen Umfeld. Sie arbeitet mit Beziehungsmustern, Rollen und Kommunikationsdynamiken und kann besonders hilfreich sein, wenn Konflikte in Partnerschaft, Familie oder Beruf im Vordergrund stehen.

Welches Verfahren am besten passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen in den ersten Gesprächen.

Gut zu wissen: Wir bieten die Psychotherapie sowohl online als auch vor Ort an und ermöglichen unseren Patientinnen und Patienten damit eine flexible Therapie angepasst an Ihre Lebenssituation.

Ablauf einer Psychotherapie im FMP in München

Der Weg zu einer Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörung ist klar strukturiert und transparent. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt und nehmen uns Zeit, um gemeinsam mit Ihnen den passenden Behandlungsweg zu finden.

Erstkontakt & Terminbuchung

Sie melden sich telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Noch einfacher geht es über Doctolib, wo Sie direkt einen Termin für ein erstes Gespräch buchen können. Wir bemühen uns, zeitnah einen Termin zu ermöglichen, auch in akuten Belastungssituationen.

Probatorik & Orientierung

In den ersten probatorischen Sitzungen lernen Sie Ihre Therapeutin oder Ihren Therapeuten kennen. Sie schildern Ihre Anliegen, Ihre Lebensgeschichte und Ihre aktuellen Schwierigkeiten. Wir hören zu, stellen Fragen und verschaffen uns ein umfassendes Bild.


Gemeinsam klären wir, ob eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, welche Form sie hat und welches Therapieverfahren am besten zu Ihnen passt. Diese Phase dient auch dazu, Vertrauen aufzubauen und zu prüfen, ob die Chemie stimmt.

Therapieplanung & Behandlungsablauf

Nach der Probatorik beginnt die eigentliche Therapie. Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich statt und dauern jeweils 50 Minuten. Die Gesamtdauer der Therapie richtet sich nach der Art und Schwere der Persönlichkeitsstörung sowie Ihren individuellen Zielen. In vielen Fällen erstreckt sich die Behandlung über mehrere Monate bis hin zu ein bis zwei Jahren. Therapie ist ein Prozess, der Zeit und Kontinuität braucht.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Falls eine psychiatrische Diagnostik oder eine medikamentöse Begleitbehandlung sinnvoll erscheint, arbeiten wir eng mit der Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie von Dr. med. Christian Schmotz in Holzkirchen zusammen. Diese interdisziplinäre Begleitung ermöglicht es uns, Sie ganzheitlich zu unterstützen und bei Bedarf verschiedene Behandlungsansätze zu kombinieren.

Kosten & Abrechnung der Psychotherapie

Unsere Praxis ist eine Privatpraxis. Das bedeutet, dass die Kosten für die Psychotherapie von Privatversicherten oder Selbstzahlern getragen werden. Eine Einzelsitzung von 50 Minuten kostet für Selbstzahler 120 Euro. Privatversicherte erhalten eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), die sie bei ihrer Versicherung einreichen können.

 

Für gesetzlich Versicherte besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die Kosten über das Kostenerstattungsverfahren von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet zu bekommen. Voraussetzung ist in der Regel, dass kein zeitnaher Therapieplatz im Rahmen der Regelversorgung verfügbar ist.

Psychotherapie in München
(Ottobrunn) buchen

Sie suchen nach freien Therapieplätzen in München? Nutzen Sie gerne unser Online-Buchungssystem über Doctolib oder kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu mehr Stabilität zu begleiten.

Häufige Fragen zum Thema Persönlichkeitsstörung (FAQ)

Was sind die Anzeichen einer Persönlichkeitsstörung?

Typische Anzeichen sind wiederkehrende Schwierigkeiten in Beziehungen, starke emotionale Schwankungen, ein instabiles Selbstbild, rigide Verhaltensmuster oder ein anhaltendes Gefühl innerer Anspannung. Die Symptome zeigen sich in verschiedenen Lebensbereichen und bestehen über längere Zeit.
Oft übersehen werden subtile Anzeichen wie chronische innere Leere, ein tiefes Gefühl der Unzulänglichkeit trotz äußerer Erfolge oder die Unfähigkeit, aus wiederkehrenden Beziehungsmustern auszubrechen. Diese Symptome werden häufig als Charaktereigenschaften abgetan und nicht als behandelbare psychische Belastung erkannt.
Die Ursachen sind vielschichtig. Eine Rolle spielen genetische Faktoren, frühe Bindungserfahrungen, traumatische Erlebnisse in der Kindheit oder Jugend sowie das soziale Umfeld. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen. Eine Persönlichkeitsstörung entsteht nicht durch eine einzelne Ursache, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Einflüsse.
Persönlichkeitsstörungen sind nicht im klassischen Sinne heilbar, aber gut behandelbar. Durch Psychotherapie können Betroffene lernen, besser mit ihren Symptomen umzugehen, Beziehungen stabiler zu gestalten und mehr Lebensqualität zu gewinnen. Viele Menschen erleben durch eine Therapie deutliche Verbesserungen und können ein erfülltes Leben führen.
Ja, das ist möglich. Viele Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung führen Beziehungen, auch wenn diese häufig von besonderen Herausforderungen geprägt sind. Eine Psychotherapie kann helfen, Beziehungsmuster zu verstehen, Konflikte besser zu bewältigen und eine stabilere Bindung aufzubauen. Offenheit, Geduld und gegenseitiges Verständnis sind wichtig.
Persönlichkeitsstörungen entwickeln sich in der Regel im Jugendalter oder frühen Erwachsenenalter. Die Diagnose wird meist erst ab dem 18. Lebensjahr gestellt, da sich die Persönlichkeit bis dahin noch entwickelt. Die zugrunde liegenden Muster können jedoch bereits in der Kindheit oder Jugend erkennbar sein.