Angststörungen – Therapie und Behandlung in München (Ottobrunn)
Angst ist ein natürlicher Teil des Lebens. Sie schützt uns in Gefahrensituationen und hilft, aufmerksam zu bleiben. Wenn Angst jedoch dauerhaft besteht oder ohne erkennbaren Grund auftritt, kann sie das Leben stark einschränken. Eine Angststörung ist eine psychische Erkrankung, bei der die Angst in den Vordergrund rückt und das Denken, Fühlen und Handeln bestimmt.
In unserem Fachzentrum für Psychotherapie in München-Ottobrunn unterstützen wir Erwachsene dabei, eine Angststörung zu verstehen und zu überwinden – vor Ort oder in Online-Sitzungen.
Was ist eine Angststörung?
Menschen mit einer Angststörung erleben Angst, Nervosität oder innere Unruhe über längere Zeit hinweg, oft ohne konkreten Auslöser. Die Angst kann sich auf viele Lebensbereiche ausweiten – auf die Arbeit, soziale Kontakte oder alltägliche Situationen. Anders als bei normaler Angst klingt sie nicht einfach ab, sondern wird zu einer ständigen Belastung. Typisch sind übermäßige Sorgen, Grübeln und das Gefühl, den eigenen Körper nicht mehr zu kontrollieren.
Eine Angststörung ist keine Schwäche und keine Charaktersache, sondern eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. Sie kann mit anderen psychischen Störungen wie Depressionen, Traumafolgestörungen oder psychosomatischen Beschwerden einhergehen. Frühzeitige professionelle Hilfe ist daher wichtig, um die Angststörung zu behandeln und langfristig zu überwinden.
Symptome einer Angststörung
Die Symptome einer Angststörung können sehr unterschiedlich sein. Typisch sind ständige Sorge, innere Anspannung und ein Gefühl von Nervosität. Viele Betroffene berichten, den ganzen Tag Angst und Unruhe zu spüren. Die Angst äußert sich sowohl auf psychischer als auch auf körperlicher Ebene und kann das gesamte Leben beeinflussen.
Psychische Symptome der Angststörung:
- ständige Sorgen und Grübeln
- innere Unruhe und Anspannung
- Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen
- das Gefühl, Situationen nicht mehr kontrollieren zu können
- erhöhter Fokus auf mögliche Gefahren oder Körpersignale
Körperliche Symptome einer Angststörung:
- Herzklopfen, Schwindel oder Zittern
- Druck im Kopf, Kopfschmerzen oder Benommenheit
- Magenbeschwerden, Übelkeit oder Verdauungsprobleme
- Muskelverspannungen, Schmerzen oder Erschöpfung
- Atemnot, Schwitzen oder Engegefühl in der Brust
Manche Menschen entwickeln aus der ständigen Angst heraus eine erhöhte Aufmerksamkeit auf Körpersignale. Kleinste Veränderungen lösen neue Sorgen aus – ein Kreislauf, der die Angst weiter verstärken kann. Ohne Behandlung führt die Angststörung häufig zu Rückzug, Erschöpfung und dem Gefühl, das eigene Leben nicht mehr frei gestalten zu können.
Phobien, Panikstörungen & Generalisierte Angststörung (GAS) – die häufigsten Angststörungen
Angststörungen können sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen. Zu den häufigsten Formen gehören Phobien, Panikstörungen und die generalisierte Angststörung. Alle drei haben gemeinsam, dass sie das Leben stark beeinträchtigen können – im Beruf, in sozialen Situationen oder im Alltag.
Phobien sind Ängste, die sich auf bestimmte Situationen oder Objekte beziehen. Dazu zählen die soziale Phobie, bei der die Angst vor Bewertung oder Ablehnung im Vordergrund steht, oder spezifische Phobien wie die Angst vor Tieren, Spritzen oder engen Räumen. Betroffene wissen meist, dass ihre Angst übertrieben ist, können sie aber nicht kontrollieren.
Eine Panikstörung ist durch plötzliche, intensive Angstattacken gekennzeichnet. Diese Panikattacken treten oft ohne erkennbaren Auslöser auf und gehen mit starken körperlichen Symptomen einher – etwa Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Viele entwickeln danach die Sorge vor der nächsten Attacke, was den Alltag zusätzlich einschränkt.
Die generalisierte Angststörung unterscheidet sich von Phobien und Panikstörungen dadurch, dass sie nicht an bestimmte Situationen gebunden ist. Betroffene erleben eine dauerhafte, diffuse Angst, die sich über viele Lebensbereiche erstreckt. Typisch sind übermäßige Sorgen, Anspannung und körperliche Symptome wie Muskelverspannungen oder Magenbeschwerden.
Diese drei Formen zählen zu den häufigsten Angststörungen und lassen sich mit verschiedenen psychotherapeutischen Methoden gut behandeln.
Ursachen und Auslöser von Angststörungen
Angststörungen entstehen meist durch ein Zusammenspiel verschiedener psychischer und körperlicher Ursachen. Es gibt nicht die eine einzige Angststörung-Ursache – vielmehr wirken mehrere Faktoren zusammen, die das seelische Gleichgewicht beeinflussen.
Erlernte Ursachen
Viele Betroffene berichten, dass sich die Angststörung langsam entwickelt hat. Häufig spielen übermäßige Sorgen, Perfektionismus oder ein hohes Verantwortungsgefühl eine Rolle. Auch früh erlernte Denkmuster wie „Ich darf keine Fehler machen“ oder „Ich muss immer die Kontrolle behalten“ können zur Entstehung beitragen.
Einfluss von Kindheitserfahrungen
Kindheit und Erziehung haben oft großen Einfluss auf die Entstehung einer Angststörung. Menschen, die in ihrer Kindheit wenig Sicherheit erlebt oder traumatische Erfahrungen gemacht haben, entwickeln später häufiger eine erhöhte Aufmerksamkeit für mögliche Gefahren. Diese innere Alarmbereitschaft kann sich im Erwachsenenalter fortsetzen.
Körperliche Ursachen und auslösende Faktoren
Auch körperliche Einflüsse wie hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen oder chronische Erkrankungen können Angst und Unruhe verstärken. Belastende Lebensereignisse – Trennung, Überforderung bei der Arbeit, Krankheit oder der Verlust nahestehender Menschen – wirken zusätzlich als Auslöser.
Eine Angststörung ist das Ergebnis vieler einzelner Faktoren. Deshalb ist es wichtig, sowohl psychische als auch körperliche Ursachen zu berücksichtigen. In unserem Fachzentrum für Psychotherapie in München-Ottobrunn begleiten wir Sie dabei, Ihre persönlichen Auslöser zu erkennen.
Diagnose einer Angststörung
Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Angststörung-Therapie ist eine klare Diagnose. Viele Betroffene leben lange mit ihren Beschwerden, ohne zu wissen, dass es sich um eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung handelt. Ärztliche Untersuchungen bleiben oft ohne wegweisenden Befund, was die Unsicherheit verstärken kann.
In der Psychotherapie wird eine Angststörung durch ein ausführliches Gespräch und bei Bedarf durch diagnostische Fragebögen erfasst. Dabei wird geklärt, ob es sich um eine generalisierte Angststörung, eine Panikstörung, eine soziale Phobie oder eine andere Form der Angststörung handelt. Gleichzeitig wird geprüft, ob zusätzliche Erkrankungen wie Depressionen, Traumafolgestörungen oder psychosomatische Beschwerden vorliegen.
Behandlung und Therapie bei Angststörung in München
Angststörungen sind gut behandelbar. Die moderne Psychotherapie bietet verschiedene wissenschaftlich anerkannte Methoden, die dabei helfen, Ängste zu verstehen und Schritt für Schritt zu bewältigen.
Die Verhaltenstherapie konzentriert sich auf aktuelle Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster. Ziel ist es, schädliche Muster zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln, die Sicherheit und Handlungsspielraum zurückgeben. Übungen im Alltag unterstützen die Veränderung.
Tiefenpsychologisch
fundierte Psychotherapie
(TP)
Die TP bezieht biografische Erfahrungen mit ein und hilft zu verstehen, wie frühere Erlebnisse heutige Ängste beeinflussen. Sie arbeitet mit inneren Konflikten, Beziehungserfahrungen und unbewussten Anteilen, die zur Anspannung beitragen können.
Systemische
Psychotherapie
(ST)
Die systemische Therapie betrachtet den Menschen im Zusammenhang mit seinem sozialen Umfeld. Beziehungen, Rollen und Dynamiken spielen dabei eine wichtige Rolle. Ziel ist es, neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Alle drei Verfahren sind wissenschaftlich anerkannt und werden je nach persönlicher Situation individuell eingesetzt.
Schritte der Behandlung
Die Behandlung einer Angststörung folgt meist einem klaren therapeutischen Ablauf:
1
Verständnis und Aufklärung
Im ersten Schritt geht es darum zu verstehen, wie Angst entsteht, welche Symptome typisch sind und wie Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen zusammenhängen. Dieses Verständnis schafft Sicherheit und entlastet viele Betroffene spürbar.
2
Therapeutische Bearbeitung
Im zweiten Schritt werden belastende Muster gezielt bearbeitet. Dazu gehören Gedanken, die Angst auslösen, Verhaltensweisen, die Ängste ungewollt verstärken, und emotionale Reaktionen, die im Alltag belasten. Welche Methoden zum Einsatz kommen, hängt von der jeweiligen Therapieform ab.
3
Ergänzende Verfahren
Achtsamkeit, Atemtechniken und Entspannungsverfahren können helfen, körperliche Symptome zu reduzieren. Sie sind kein eigenständiger Therapieansatz, aber eine wirksame Ergänzung in Phasen hoher Belastung.
4
Medikamente – in Zusammenarbeit mit Dr. Schmotz
In einigen Fällen kann eine vorübergehende medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein. In solchen Situationen erfolgt die Abklärung und Begleitung durch Dr. Schmotz, unseren kooperierender Facharzt für Psychiatrie. Ziel ist eine sorgfältige, individuell abgestimmte Beurteilung, ob Medikamente helfen können.
5
Stabilisierung
Am Ende geht es darum, neue Strategien zu festigen und sie im Alltag zuverlässig anzuwenden. Dazu gehören individuelle Übungen, der Umgang mit Stress und das frühzeitige Erkennen alter Muster.
Begleiterkrankungen und Sonderformen
Angststörungen treten häufig nicht allein auf. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter anderen psychischen Erkrankungen.
Psychosomatische Beschwerden
Hilfe bei Angststörungen in München (Ottobrunn)
Wer unter einer Angststörung leidet, braucht einen klaren Weg und verlässliche Unterstützung. In unserer Privatpraxis für Psychotherapie in München-Ottobrunn begleiten wir Erwachsene mit verschiedenen Angstformen. Sie können Termine sowohl vor Ort als auch online wahrnehmen – flexibel und gut in den Alltag integrierbar.
Wenn Sie sich in den Beschreibungen wiedererkennen, können Sie sich gerne an uns wenden. Gemeinsam klären wir, welche therapeutische Vorgehensweise für Sie sinnvoll ist.
Häufige Fragen (FAQ) zur Angststörung
Nein, es handelt sich um unterschiedliche Erkrankungen. Sie können jedoch gemeinsam auftreten und sich gegenseitig verstärken.
Durch anhaltende Anspannung, Sorgen und körperliche Symptome wie Herzklopfen oder Schwindel. Oft besteht über den ganzen Tag innere Unruhe.
Menschen mit sozialer Phobie fürchten Situationen, in denen sie bewertet werden könnten. Schon einfache Gespräche können unangenehm sein.
Eine Kombination aus genetischen Einflüssen, Kindheitserfahrungen, Stress und körperlichen Faktoren.
Ja. Belastungen im Alltag können Symptome vorübergehend verstärken.
Ja. Viele Betroffene bleiben arbeitsfähig, wenn sie Unterstützung erhalten und Symptome verstehen.
Durch professionelle Hilfe und eine passende Psychotherapie. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.
Das ist individuell unterschiedlich. Viele erleben nach einigen Monaten erste deutliche Verbesserungen.
Ja, viele Menschen überwinden ihre Angst vollständig oder stabilisieren sich langfristig.
Professionelle Unterstützung suchen. Psychotherapeutische Verfahren helfen, Ängste zu verstehen und zu bewältigen.